Ciudad des las Artes y Ciencias, modernes Wahrzeichen der Stadt

Ein Erfahrungsbericht

Staff Training Week in València

Teilnahme an der 7th SSS Valencia- International Job Shadowing & Training Week for Support Services Staff, Universidad Politècnica de València in Spanien.
[Foto: Elisabeth Schaettgen]

Seit 2012 ist Professor Carsten Scherer Erasmus-Koordinator am Fachbereich Mathematik und seit dieser Zeit betreue ich die administrative Abwicklung für Erasmus Outgoing- und Incoming-Studenten. Daher hatte ich seit einiger Zeit den Wunsch, mich im Rahmen einer Personalmobilität persönlich mit Kollegen aus anderen Ländern auszutauschen.

Universitat Politècnica de València (c) Elisabeth Schaettgen
Universitat Politècnica de València

Bei der Staff Training Week in Valencia (mit rund 30 Teilnehmern aus ganz Europa mit dem unterschiedlichsten Jobprofil aus dem nichtwissenschaftlichen Bereich) war vor allem Job-Shadowing vorgesehen, das einen guten Einblick in die Administration einer anderen Universität bot, zum anderen wurde in internationalen Teams gearbeitet; die auch immer wieder neu zusammengestellt wurden.

Im Rahmen des Job-Shadowing konnte jeden Tag ein anderer Bereich erkundet werden, wobei besonders interessant war, wie sich Strukturen von denen bei der Universität Stuttgart unterscheiden. So hat zum Beispiel jede „facultat“ ihr eigenes International Office.

Kennenlernen durften wir z. B. die recht neue Business School und die Fakultät Architektur und Stadtplanung – hier fand ich insbesondere die Entwicklung der Stadt Valencia in den letzten 50 Jahren mit dem großen Projekt der Renaturierung des Flussbetts des Turia beeindruckend. Spannend war auch, wie das Klima vor Ort beim Bau der neuen Gebäude auf dem Campus berücksichtigt wird. Auch war ein Vormittag bei den Agraringenieuren und der Fakultät für Informatik eingeplant.

    

Patio (Innenhof) des Gästehauses der Universität València (c) Elisabeth Schaettgen
Patio (Innenhof) des Gästehauses der Universität València

Dadurch bekamen wir einen Einblick in die Infrastruktur auf dem Campus. Man findet unter anderem ein „taller de bicicletas“ (Fahrradwerkstatt), eine Apotheke und diverse andere Geschäfte. An einem Vormittag gab es einen kleinen Bauernmarkt mit frischem Obst und Gemüse, und eine Bonding-Messe brachte zusätzlich Leben auf den Campus. Das Gelände bietet auch schöne Grünflächen zum Relaxen unter Orangen- oder Olivenbäumen.

Ebenfalls gezeigt wurde, wie das Catering für Studenten und Mitarbeiter funktioniert, wie das Hörsaalmanagement arbeitet und wofür Drittmittel eingesetzt werden. Es wurden z. B. 6.000 Tiefgaragenparkplätze für Studenten und Mitarbeiter finanziert und auch die medizinische Versorgung für Studenten und Mitarbeiter durch einen Allgemeinmediziner ist so sichergestellt. Diskutiert wurde auch das Vergütungssystem an spanischen Universitäten sowie die soziale Absicherung der Kollegen. Und natürlich waren auch Prozessabläufe wie Personaleinstellungen, usw. ein Thema.

Weil ich neben der Kurssprache Englisch auch Spanisch spreche, war für mich ein Aufenthalt an der Universidad Politécnica in Valencia besonders interessant, und viele im Rahmen des Job-Shadowing spontan gestellte Fragen konnten auf Spanisch natürlich besser diskutiert werden.

Da unsere Staff Week von der „Escuela Técnica Superior de Ingeniería, Agronómica y del Medio Natural“ angeboten wurde, war eines der Workshop Themen „Food and Culture“: was essen wir und warum, welche Einflüsse haben Klima, Religion und wirtschaftliche Situation. Jeder Teilnehmer war im Vorfeld gebeten worden, eine Spezialität aus seiner Heimat mitzubringen und diese vorzustellen. Das daraus resultierende bunte Programm war natürlich einer der Höhepunkte.

Strandmotiv (c) Elisabeth Schaettgen
Am Strand von València

Neben dem offiziellen Teil an der Universität gab es auch Gelegenheit, die Stadt zu erkunden. Valencia bietet sowohl eine Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten als auch mit der „Ciudad des las Artes y Ciencias“ einen futuristisch anmutenden neuen Bereich. Nicht zu vergessen natürlich der Strand, der von der Universität aus fußläufig zu erreichen ist und im April schon gut besucht war.

Die Möglichkeit, sich im Rahmen einer solchen Personalmobilität weiterzubilden, kann ich allen Kolleginnen und Kollegen, gerade auch aus dem nichtwissenschaftlichen Bereich, uneingeschränkt empfehlen. Das Angebot an Staff Weeks ist recht umfangreich, für viele interessant sind sicher auch reine Sprachkurse. Valencia bietet z. B. im Sommer auch Englisch-Sprachkurse an, die von Muttersprachlern gehalten werden.

Ein Erfahrungsbericht von Elisabeth Schaettgen
Ansprechpartnerin für Erasmus Studierende im Fachbereich Mathematik

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