Erasmus+

Auslandsaufenthalt für Beschäftigte

Ob zu Fort- und Weiterbildungszwecken oder für Kurzzeitdozenturen: Erasmus+ ermöglicht Aufenthalte von Hochschulpersonal im Ausland.

Erasmus+ trägt über die Studierendenmobilität hinaus zur Internationalisierung der Hochschulen bei. Auslandsaufenthalte von Hochschulpersonal können mit der Förderung von Kurzzeitdozenturen und Weiterbildungsaufenthalten für das Lehr- bzw. Verwaltungspersonal unterstützt werden. Außerdem können Hochschulen im Rahmen des Erasmus+ Programms Unternehmenspersonal aus dem Ausland zu Lehraufenthalten einladen.

In einem Hochschuljahr können pro Institut oder Abteilung maximal 2 Personen (maximal 4 Personen aus einer Fakultät/ einem Dezernat) gefördert werden. Die maximale Förderung pro Teilnehmer liegt bei 7 Tagen (inklusive Reisetagen). Eine wiederholte Förderung ist möglich, jedoch nicht im gleichen Hochschuljahr. Es werden Mitarbeiter bevorzugt, die noch keine Erasmus+ Personalmobilität durchgeführt haben.

Die Mindestdauer eines Aufenthalts liegt bei zwei Tagen. Formal sind im Rahmen des Erasmus+ Programms Auslandsaufenthalte von bis zu sechs Wochen möglich, aufgrund der begrenzten Mittel kann das Dezernat Internationales in der Regel allerdings maximal einwöchige Aufenthalte fördern. Dies beinhaltet 5 Arbeitstage und bis zu 2 Reisetage.

Zu Lehrzwecken ins Ausland

Dauer: 1:28 | © DAAD | Quelle: YouTube

Lehre im Ausland

Erasmus+ bietet für Lehrende die Möglichkeit zu Kurzzeitdozenturen an Partnerhochschulen im europäischen Ausland, beziehungsweise in den Erasmus+ Programmländern. Das notwendige Unterrichtspensum je Aufenthalt liegt bei acht Stunden für die erste Aufenthaltswoche oder einen kürzeren Aufenthalt. Werden Lehrtätigkeit und Fort- und Weiterbildung kombiniert, reduziert sich das Lehrdeputat auf 4 Stunden/Woche.

Lehrveranstaltungen können in verschiedenen Formen stattfinden: Als Seminare, Vorlesungen, Vorträge, Tutorien, Betreuung von Doktoranden, Teilnahme an Rigorosa etc. Wichtig ist, dass die Lehrkraft physisch anwesend ist (das schließt Online-Veranstaltungen aus).

  • Professoren und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur Universität Stuttgart
  • wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Doktoranden, die in der Lehre tätig sind
  • Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen (kann zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden)

Hier finden Sie Informationen zum Bewerbungsablauf.

Weiterbildung im Ausland

Dauer: 3:35 | © DAAD | Quelle: YouTube

Fort- und Weiterbildungs­möglichkeiten im Ausland

Das Programm steht allen Beschäftigen einer Hochschule offen: vom Auszubildenden bis zum Rektor. Als unterstützende Maßnahme zur Internationalisierung der Hochschulen sind Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal (Lehre und Verwaltung) an europäischen Hochschulen sowie europäischen Unternehmen und Einrichtungen im Rahmen des Erasmus+ Programms möglich.

Die Förderung durch Erasmus+ Personalmobilität ist für Hochschulpersonal aus allen Bereichen möglich, Beispiele hierfür sind unter anderem:

  • Allgemeine und technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fachbereiche / Fakultäten
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie und Transfer
  • Weiterbildung
  • Hospitationen
  • Job Shadowing
  • Studienbesuche
  • Mitwirkung an Curricula-Entwicklung (Dozenten)
  • Teilnahme an Workshops und Seminaren (s. Staff Weeks)
  • Teilnahme an Sprachkursen (s. Staff Weeks)

Eine EU-weite Datenbank informiert über Staff Weeks an europäischen Universitäten, die sich an verschiedene Mitarbeitergruppen richten. Auch Sprachkurse werden hier angeboten.

Hier finden Sie Informationen zum Bewerbungsablauf.

Förderung

Bei der finanziellen Förderung für Aufenthalte zur Fort- und Weiterbildung im Rahmen des Erasmus+ Programms handelt es sich um einen pauschalen Mobilitätszuschuss, bestehend aus Tagessätzen (die Höhe variiert je Ländergruppe) und einem Reisekostenzuschuss. 

  • Gruppe 1: 180 Euro am Tag für Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
  • Gruppe 2: 160 Euro am Tag für Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern
  • Gruppe 3: 140 Euro am Tag für Bulgarien, EJR Mazedonien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

Zu den Tagessätzen kommen Reisekosten in Abhängigkeit von Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden. Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

  • 10 bis 99 km: 20 Euro
  • 100 bis 499 km: 180 Euro
  • 500 bis 1999 km: 275 Euro
  • 2000 bis 2999 km: 360 Euro
  • 3000 bis 3999 km: 530 Euro
  • 4000 bis 7999 km: 820 Euro
  • 8000 km und mehr: 1500 Euro 

Die Tagessätze und Reisekostenzuschüsse gelten für das Projekt 2018/19. Im Projekt 2017/18 betragen die Tagessätze je Ländergruppe 20 Euro weniger.

Seit 2016/17 werden Personalmobilitäten im Rahmen des Erasmus+ Programms als steuerpflichtige Pauschale für Aufenthalts- und Fahrtkosten gewährt, wobei 80% als Abschlag ausgezahlt werden und 20% nach Beendigung der Mobilität und Einreichen aller Abschlussdokumente. Im Anschluss an die Personalmobilität wird seitens der Reisekostenstelle der Universität Stuttgart eine Vergleichsberechnung der Reisekosten nach dem Landesreisekostengesetz durchgeführt. Dazu werden dem Dezernat Internationales die Belege wie bei jeder anderen Reisekostenabrechnung im Rahmen einer Dienstreiseabrechnung vorgelegt. Im Falle von geringeren Realkosten, müssen die Überschüsse versteuert werden. Die Reisekostenstelle erstellt einen Nachweis und meldet diese Beträge automatisch dem LBV zur Versteuerung im nächstmöglichen Zahltag. Die hierdurch entstehenden steuerlichen Abzüge können bei der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Aus den Unterlagen muss hervorgehen, dass an den zu fördernden Tagen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Mobilitätsmaßnahme stattgefunden haben. Wochenenden und Ferien können nur bezuschusst werden, wenn nachweislich an diesen Tagen gearbeitet oder gereist (An- und Abreise zum Zielort vor Beginn oder nach Ende der Mobilitätsmaßnahme) wurde. „Freie“ Tage (also Tage, an denen weder gereist oder gearbeitet wurde) sind nicht auf die Aufenthaltskosten anrechenbar. Maßgeblich ist hier ein Nachweis durch eine am Ende des Aufenthaltes ausgestellte Bestätigung der Gasthochschule mit Beginn und Ende des Aufenthaltes.

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Catherine Müller

Programmkoordinatorin Erasmus+ International, Personalmobilität, Doppelmaster-Programme Europa, DFH, Erasmus Mundus