Erasmus+

Auslandsaufenthalte für Lehr- und Verwaltungspersonal

Ob zu Fort- und Weiterbildungszwecken oder für Kurzzeitdozenturen: Erasmus+ ermöglicht Aufenthalte von Hochschulpersonal im Ausland.

Erasmus+ hat das Ziel, die Internationalisierung auf allen Ebenen einer Hochschule zu fördern. Das Programm steht daher allen Beschäftigten der Hochschule offen: vom Auszubildenden bis zum Rektor. Gefördert werden kann eine sehr große Bandbreite an unterschiedlichen Aktivitäten und so bleibt viel Spielraum bei der Gestaltung von individuellen Auslandsaufenthalten in den Erasmus+ Programmländern.

Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken

Dauer: 3:35 | © DAAD | Quelle: YouTube

Die Förderung durch Erasmus+ Personalmobilität ist für Hochschulpersonal aus allen Bereichen möglich, Beispiele hierfür sind unter anderem:

  • Allgemeine und technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fachbereiche / Fakultäten
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie und Transfer
  • Weiterbildung

Da nur begrenzte Fördermittel zur Verfügung stehen, können pro Fakultät oder Dezernat maximal 4 Personen gefördert werden bzw. maximal 2 Personen je Institut/Abteilung.
Eine wiederholte Förderung ist möglich, jedoch nicht im gleichen Hochschuljahr. Es werden Mitarbeiter bevorzugt, die noch keine Erasmus+ Personalmobilität durchgeführt haben.

Folgende Aktivitäten können gefördert werden:

  • Hospitationen
  • Job Shadowing
  • Studienbesuche
  • Teilnahme an Workshops und Seminaren
  • Teilnahme an Sprachkursen

Viele europäische Universitäten bieten sogenannte Staff Weeks an. Diese dauern in der Regel etwa fünf Arbeitstage und bieten Sprachkurse oder hochschulrelevante Workshops an, die sich an unterschiedliche Mitarbeitergruppen wenden. Eine EU-weite Datenbank stellt Informationen zu den Staff Weeks zur Verfügung.

Die Mindestdauer eines Aufenthalts liegt bei zwei Tagen.
Die Höchstförderdauer an der Universität Stuttgart beträgt sieben Tage (inkl. Reisetage).

Formal sind im Rahmen des Erasmus+ Programms Auslandsaufenthalte von bis zu sechs Wochen möglich, aufgrund der begrenzten Mittel kann das Dezernat Internationales in der Regel allerdings maximal einwöchige Aufenthalte fördern. Dies beinhaltet 5 Arbeitstage und bis zu 2 Reisetage.

  • Bewerbungsfrist: 6 Wochen vor Beginn des Auslandsaufenthaltes
  • Bewerbungsunterlagen: Motivationsschreiben aus dem hervorgeht, welches Fort- bzw. Weiterbildungsformat Sie gewählt haben und welchen Nutzen Sie sich  vom Auslandsaufenthalt in Bezug auf Ihre Tätigkeit erwarten sowie die Einwilligungserklärung des/der Vorgesetzten.

Bitte nutzen Sie die Vorlage für das Motivationsschreiben (enthält auch eine Vorlage für die Einwilligungserklärung des/der Vorgesetzten).

Ausführliche Informationen zur Bewerbung und zum Ablauf der Förderung finden Sie in dieser Übersicht.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass für Dienstreisen ins Ausland – unabhängig von der Dienstreisegenehmigung -  die A1 Bescheinigung beantragt werden muss. Lesen Sie hierzu das Rundschreiben 8/2019 der Universität Stuttgart.

Gefördert werden können Mobilitäten in allen Erasmus+ Programmländern. Eine entsprechende Übersicht finden Sie auf der Webseite des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Bei der finanziellen Förderung für Aufenthalte zur Fort und Weiterbildung im Rahmen des Erasmus+ Programms handelt es sich um einen pauschalen Mobilitätszuschuss, der sich aus den Tagessätzen sowie dem Reisekostenzuschuss zusammensetzt.

Für die Personalmobilität gelten feste Tagessätze für vier Ländergruppen.

  • Gruppe 1: 180 Euro am Tag
    für Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
  • Gruppe 2: 160 Euro am Tag
    für Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern
  • Gruppe 3: 140 Euro am Tag
    für Bulgarien, EJR Mazedonien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

Reisekosten werden in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität erstattet. Diese werden europaweit einheitlich mit einem Entfernungsrechner ermittelt.

100 km – 499 km mit 180 EUR
500 km – 1.999 km mit 275 EUR
2.000 km – 2.999 km mit 360 EUR
3.000 km – 3.999 km mit 530 EUR
4.000 km – 7.999 km mit 820 EUR
8.000 km und mehr mit 1.100 EUR

Personalmobilitäten im Rahmen des Erasmus+ Programms werden als steuerpflichtige Pauschale für Aufenthalts- und Fahrtkosten gewährt, wobei 80% als Abschlag ausgezahlt werden und 20% nach Beendigung der Mobilität und Einreichen aller Abschlussdokumente. Im Anschluss an die Personalmobilität wird seitens der Reisekostenstelle der Universität Stuttgart eine Vergleichsberechnung der Reisekosten nach dem Landesreisekostengesetz durchgeführt. Dazu werden dem Dezernat Internationales die Belege wie bei jeder anderen Reisekostenabrechnung im Rahmen einer Dienstreiseabrechnung vorgelegt. Im Falle von geringeren Realkosten, müssen die Überschüsse versteuert werden. Die Reisekostenstelle erstellt einen Nachweis und meldet diese Beträge automatisch dem LBV zur Versteuerung im nächstmöglichen Zahltag. Die hierdurch entstehenden steuerlichen Abzüge können bei der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Aus den Unterlagen muss hervorgehen, dass an den zu fördernden Tagen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Mobilitätsmaßnahme stattgefunden haben. Wochenenden und Ferien können nur bezuschusst werden, wenn nachweislich an diesen Tagen gearbeitet oder gereist (An- und Abreise zum Zielort vor Beginn oder nach Ende der Mobilitätsmaßnahme) wurde. „Freie“ Tage (also Tage, an denen weder gereist oder gearbeitet wurde) sind nicht auf die Aufenthaltskosten anrechenbar. Maßgeblich ist hier ein Nachweis durch eine am Ende des Aufenthaltes ausgestellte Bestätigung der Gasthochschule mit Beginn und Ende des Aufenthaltes.

Mobilität zu Unterrichtszwecken

Dauer: 1:28 | © DAAD | Quelle: YouTube

Erasmus+ fördert die Mobilität zu Unterrichtszwecken an Partnerhochschulen im europäischen Ausland. Gastdozierende sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können.
Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen. Auch Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen kann u. U. zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden.

Lehrveranstaltungen können in verschiedenen Formen stattfinden, z.B. als

  • Seminare
  • Vorlesungen
  • Vorträge
  • Tutorien
  • Betreuung von Doktoranden
  • Teilnahme an Rigorosa etc.

Wichtig ist, dass die Lehrkraft physisch anwesend ist, so dass Online-Veranstaltungen aus der Förderung ausgeschlossen sind.

Gefördert werden können:

  • Professor*innen und Dozierende mit vertraglichem Verhältnis zur Universität Stuttgart
  • wissenschaftliche Mitarbeiter*innen
  • Doktoranden, die in der Lehre tätig sind
  • Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen (kann zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden)

Die Mindestdauer eines Aufenthalts liegt bei zwei Tagen.
Die Höchstförderdauer an der Universität Stuttgart beträgt sieben Tage (inkl. Reisetage).

Formal sind im Rahmen des Erasmus+ Programms Auslandsaufenthalte von bis zu sechs Wochen möglich, aufgrund der begrenzten Mittel kann das Dezernat Internationales in der Regel allerdings maximal einwöchige Aufenthalte fördern. Dies beinhaltet 5 Arbeitstage und bis zu 2 Reisetage.

Das notwendige Unterrichtspensum je Aufenthalt liegt bei acht Stunden für die erste Aufenthaltswoche oder einen kürzeren Aufenthalt.

Werden Lehrtätigkeit und Fort- und Weiterbildung kombiniert, reduziert sich das Lehrdeputat auf 4 Stunden/Woche.

Bewerbungsfrist:                            6 Wochen vor Beginn des Auslandsaufenthaltes
Bewerbungsunterlagen:                 Einladungsschreiben der Partnerhochschule

Ausführliche Informationen zur Bewerbung und zum Ablauf der Förderung finden Sie in dieser Übersicht.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass für Dienstreisen ins Ausland – unabhängig von der Dienstreisegenehmigung -  die A1 Bescheinigung beantragt werden muss. Lesen Sie hierzu das Rundschreiben 8/2019 der Universität Stuttgart.

Mobilität zu Unterrichtszwecken von Hochschulpersonal der Universität Stuttgart kann im Rahmen des Erasmus+ Programmes nur an Partnerhochschulen stattfinden, mit denen ein bilaterales Erasmus+ Abkommen geschlossen wurde.

Die Erasmus+ Partnerhochschulen der Universität Stuttgart, nach Fakultäten sortiert,  finden Sie in dieser Übersicht.

Unter Umständen kann Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen aus Erasmus+ Programmländern zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden.

Eine Übersicht über die Erasmus+ Programmländern finden Sie auf der Webseite des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Bei der finanziellen Förderung für Aufenthalte zur Fort und Weiterbildung im Rahmen des Erasmus+ Programms handelt es sich um einen pauschalen Mobilitätszuschuss, der sich aus den Tagessätzen sowie dem Reisekostenzuschuss zusammensetzt.

Für die Personalmobilität gelten feste Tagessätze für vier Ländergruppen.

  • Gruppe 1: 180 Euro am Tag
    für Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
  • Gruppe 2: 160 Euro am Tag
    für Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern
  • Gruppe 3: 140 Euro am Tag
    für Bulgarien, EJR Mazedonien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

Reisekosten werden in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität erstattet. Diese werden europaweit einheitlich mit einem "Entfernungsrechner".

100 km – 499 km mit 180 EUR
500 km – 1.999 km mit 275 EUR
2.000 km – 2.999 km mit 360 EUR
3.000 km – 3.999 km mit 530 EUR
4.000 km – 7.999 km mit 820 EUR
8.000 km und mehr mit 1.100 EUR

Personalmobilitäten im Rahmen des Erasmus+ Programms werden als steuerpflichtige Pauschale für Aufenthalts- und Fahrtkosten gewährt, wobei 80% als Abschlag ausgezahlt werden und 20% nach Beendigung der Mobilität und Einreichen aller Abschlussdokumente. Im Anschluss an die Personalmobilität wird seitens der Reisekostenstelle der Universität Stuttgart eine Vergleichsberechnung der Reisekosten nach dem Landesreisekostengesetz durchgeführt. Dazu werden dem Dezernat Internationales die Belege wie bei jeder anderen Reisekostenabrechnung im Rahmen einer Dienstreiseabrechnung vorgelegt. Im Falle von geringeren Realkosten, müssen die Überschüsse versteuert werden. Die Reisekostenstelle erstellt einen Nachweis und meldet diese Beträge automatisch dem LBV zur Versteuerung im nächstmöglichen Zahltag. Die hierdurch entstehenden steuerlichen Abzüge können bei der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Aus den Unterlagen muss hervorgehen, dass an den zu fördernden Tagen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Mobilitätsmaßnahme stattgefunden haben. Wochenenden und Ferien können nur bezuschusst werden, wenn nachweislich an diesen Tagen gearbeitet oder gereist (An- und Abreise zum Zielort vor Beginn oder nach Ende der Mobilitätsmaßnahme) wurde. „Freie“ Tage (also Tage, an denen weder gereist oder gearbeitet wurde) sind nicht auf die Aufenthaltskosten anrechenbar. Maßgeblich ist hier ein Nachweis durch eine am Ende des Aufenthaltes ausgestellte Bestätigung der Gasthochschule mit Beginn und Ende des Aufenthaltes.

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Britta Goertz

Programmkoordinatorin Erasmus+ Weltweit, Personalmobilität, Doppelmaster-Programme Europa

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