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Datum: 14. Februar 2019, Nr. 12

Science Data Center für Born-digitals

Literaturarchiv Marbach kooperiert mit der Universität Stuttgart

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg finanziert dem Deutschen Literaturarchiv Marbach in Kooperation mit dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart, dem Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung und der Abteilung Digital Humanities der Universität Stuttgart die Einrichtung eines Science Data Centers für Born-digitals. Das mit knapp zwei Millionen Euro geförderte Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren. Es verfolgt das Ziel ›Born-digital‹-Literaturmaterialien – also Materialien, die ihren Ursprung in digitaler Form haben – zu sammeln und dauerhaft zu erhalten. Zudem sollen neue digitale Methoden zur Erforschung dieses heterogenen, innovativen Bestandes unter anderem aus Netzliteratur (Hypertext), literarischen Weblogs oder digitalen Archivalien entwickelt werden.

Moderne Formate wie Weblogs rutschen durch das Netz der allgemeinen Literaturversorgung. Neben der mangelnden Verfügbarkeit erfordert auch die Masse und Vielfalt digitaler literarischer Formate neue digitale Methoden der Archivierung. Das Projekt „Aufbau eines nachhaltigen Datenlebenszyklus für Literaturforschung und -vermittlung“ bündelt Quellen, Methoden, Werkzeuge und Vermittlungskompetenzen, bereitet sie auf und stellt sie Nutzern zur Verfügung. Gemeinsam mit Studierenden, Forschenden und Lehrenden sollen zudem neue Wege einer detaillierten Dokumentation durch die Erprobung neuer Software und Software-Pipelines ermittelt werden. Sowohl primäre Quellen (Literaturdokumente) als auch sekundären Quellen (Dokumentation, Forschungsdaten, Software) sollen nachhaltig gespeichert werden und langjährig verfügbar sein. Die Daten werden dabei nicht physisch gebündelt, sondern virtuell über Schnittstellen als Pool von den beteiligten Institutionen aus sichtbar gemacht. Die Nachnutzung dieser Daten, die im Bereich der Literatur bisher wenigen Spezialisten vorbehalten ist, soll auf diese Weise wesentlich erleichtert werden.

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Kontakt

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Dr.

Hans-Herwig Geyer

Leitung Hoch­schul­kommu­ni­ka­tion und Presse­sprecher

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