Rektor Wolfram Ressel

Ideenwettbewerb ist eröffnet

„Die Zukunft der Universität Stuttgart – Exzellent auch ohne Titel!“ Unter diesem Titel hatte Rektor Prof. Wolfram Ressel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität am 20. November zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen.

Rektor Prof. Wolfram Ressel kommentierte zunächst die Bewerbung um den Exzellenztitel und erklärte, wo die Universität gepunktet hat und woran es dann doch lag, dass sie den Titel knapp verpasst hat. Anschließend gab er einen Ausblick zu Weiterentwicklungen an der Universität Stuttgart und eröffnete den Ideenwettbewerb für mögliche neue Exzellenzcluster.

Trotz Enttäuschung auf dem Campus gefeiert

Vor rund einem Jahr im Oktober 2018 habe er unter dem Titel „Die Zukunft der Universität“ ebenfalls alle Beschäftigten der Universität eingeladen. Damals waren es noch knapp acht Wochen bis zur Einreichung des Antrags auf Exzellenzuniversität. „Wir waren erstmals unter den 19 besten Universitäten!“ Im September 2018 erfolgte die Bekanntgabe über die zwei neuen Exzellenzcluster an der Universität Stuttgart, im März 2019 fand die Begehung statt, dann die Entscheidung zur Förderlinie Exzellenzuniversitäten am 19. Juli 2019. „Wir waren sehr enttäuscht und haben dennoch auf dem Campus gefeiert. Auch die Resonanz in den Medien war positiv“, erinnert Ressel.

Rektor Wolfram Ressel referiert im Hörsaal vor Beschäftigten der Universität Stuttgart. (c)
Rektor Wolfram Ressel bedankte sich für die großartige Leistung aller Beteiligten.

Trotz der Enttäuschung stellte er klar, wie wertvoll die Erfahrungen aus der Exzellenzstrategie und dem Bewerbungsprozess waren und die Universität diese für die Zukunft nutzen könne. „Den beeindruckenden Teamgeist und den Schwung nehmen wir mit, ebenso viele gute, gemeinschaftlich entstandene Konzepte. Die Konzepte werden wir weiter konkretisieren und mithilfe der Exzellenzpauschale soweit wie möglich umsetzen.“

Den Titel nur knapp verpasst

Elf Universitäten tragen nun den Titel Exzellenzuniversität. Die Universität habe die Medaille wie bei der Olympiade nur knapp verpasst, so Ressel.

Begeistert zeigte sich Rektor Ressel von der enormen Teamleistung: Mehr als 300 Menschen aus allen Bereichen der Universität waren beteiligt, innerhalb von acht Wochen wurden zwei umfangreiche Anträge geschrieben. Darüber hinaus gab es zahlreiche Probetermine, Narzissen, die gepflanzt und Gehwege, die neu gepflastert wurden, bis zu Filmdrehs und Englisch-Workshops. Ressel bedankte sich ausdrücklich für die großartige Leistung aller Beteiligten und hob besonders den EXU-Ortsbesuch der internationalen Delegation Mitte März 2019 und die Vorbereitungen dafür hervor:Mir hat am allerbesten unser starker Auftritt gefallen, das hat auch die Gutachterinnen und Gutachter begeistert. Wenn wir diesen Schwung und den Teamgeist behalten, dann wird mir nicht bange, dann können wir viel erreichen.“

Was bleibt, was wird umgesetzt?

Was von dieser Runde der Exzellenzstrategie bleibt: Zwei neue Exzellenzcluster, eine deutlich größere Sichtbarkeit bundesweit und international und die Exzellenzpauschale für universitätsweite Maßnahmen. Als konkrete Beispiele nennt der Rektor den Terra incognita Fonds, die School for Talents, mit der junge Talente für die Universität begeistert werden sollen, und das Bewerbungsportal für Promovierende aus aller Welt. „Das macht uns sichtbar und ist ein Service, der die Professorinnen und Professoren entlastet.“

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Rektor Wolfram Ressel informierte die Beschäftigten über die Zukunft der Universität Stuttgart.

Auch für den Aufbau des Institute for the Reflection of Intelligent Systems (IRIS) hat die Universität großes Lob erhalten. Ziel von IRIS ist die Reflexion der Herausforderungen, die intelligente Systeme mit sich bringen, innerhalb der Universität und im engen Austausch mit der Gesellschaft. „Wir erhalten hierfür Mittel vom Bund, aber eben weniger als im Rahmen der Exzellenzuniversität.“

Als weiteres Projekt, das umgesetzt wird, nennt der Rektor das Agility Lab. Dieses solle die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung weiterentwickeln. Ein Vorteil auch hier: Mehr Freiräume für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Ausbau von zwei Potenzialbereichen

Für die nächsten Entwicklungsschritte der Universität hob Rektor Ressel die beiden Potenzialbereiche Autonomous Systems und Biomedical Systems hervor. Beide sollen mit jeweils drei Tenure-Track-Professuren ausgestattet werden. Die Gründung eines SRC Autonomous Systems läuft, den Studiengang „Autonome Systeme“ gibt es bereits. Für den Bereich Biomedical Systems erhält die Universität Stuttgart starke Unterstützung von der Universität Tübingen und dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart, so sind zum Beispiel zwei von der Universität Tübingen finanzierte Nachwuchsgruppen vorgesehen. Ein im Bereich der Medizintechnik angesiedeltes Graduiertenkolleg wurde gerade bewilligt.

„Für die Schaffung neuer Profilbereiche müssen allerdings an der einen oder anderen Stelle auch Umwidmungen stattfinden“, verschweigt der Rektor nicht, „den Mut müssen wir haben, sonst können wir uns nicht weiterentwickeln.“ Er lädt Angehörige der Universität ein: „Ich möchte mit Ihnen Strategiegespräche darüber führen, wie wir uns aus Ihrer Sicht weiterentwickeln können. Lassen Sie uns gemeinschaftlich auf den Weg machen.“

Ideenwettbewerb eröffnet!

2026 findet die nächste Auswahlrunde in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten statt, bei der bis zu 15 Exzellenzuniversitäten auserkoren werden. Die nächste Ausschreibungsrunde für Exzellenzcluster beginnt voraussichtlich in knapp vier Jahren. Deshalb schließt Rektor Wolfram Ressel die Veranstaltung mit dem Aufruf: „Ideen für mögliche Exzellenzcluster sind ab jetzt gefragt und willkommen!“

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