19. November 2020

Ausgezeichnet für wissenschaftliche Arbeit und ehrenamtliches Engagement

Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW), Dr. Christian Hagenlocher, hat den mit 5.000 Euro dotierten WLT-Preis erhalten.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Strahlwerkzeuge, Dr. Christian Hagenlocher, wurde mit dem WLT-Preis ausgezeichnet.

Die Wissenschaftliche Gesellschaft Lasertechnik vergibt den Preis an Forscherinnen und Forscher, die sich über ihre hervorragende wissenschaftliche Arbeit hinaus engagieren. Beides trifft auf Dr. Christian Hagenlocher, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Strahlwerkzeuge, zu. Er hat in diesem Jahr seine Doktorprüfung zur Dissertation „Die Kornstruktur und der Heißrisswiderstand von Laserstrahlschweißnähten in Aluminiumlegierungen“ mit Auszeichnung abgelegt und arbeitet ehrenamtlich bei der Keniahilfe Schwäbische Alb e.V. für Straßenkinder in Kenia.

In seiner Dissertationsschrift und in seinen Veröffentlichungen hat sich Christian Hagenlocher der Heißrissbildung beim Laserstrahlschweißen hochfester Aluminiumlegierungen gewidmet. Diese Themen sind von großer praktischer Bedeutung, da das sichere Fügen solcher Legierungen Voraussetzung ist für Leichtbaukonzepte in der Automobilindustrie. Durch die ausgewogene Kombination von analytischer Modellierung und experimenteller Untersuchung konnte Hagenlocher den Einfluss der Prozessparameter auf die Kornstruktur und auf den Heißrisswiderstand übergreifend untersuchen. Die Kombination, Vereinfachung und Anpassung von Modellen aus verschiedenen Fachbereichen ermöglicht erstmals die übergreifende Beschreibung dieses Zusammenhanges über analytische Gleichungen.

„Aufgrund seines hohen Engagements bei der Forschungs- und Entwicklungsarbeit und seinen außerordentlichen wissenschaftlichen Leistungen ist Dr. Christian Hagenlocher einer der führenden Fachleute auf dem Gebiet des Laserstrahlschweißens von Aluminiumlegierungen geworden, wir gratulieren ihm zu der Auszeichnung!“ erklärt Institutsleiter Prof. Thomas Graf.

Dr. Christian Hagenlocher engagiert sich in Kenia für eine Berufsschule.

Sein Engagement für die Kenia Hilfe Schwäbische Alb begann Dr. Christian Hagenlocher nach seinem Studium. Der Verein betreibt in Lusigetti in der Nähe von Nairobi ein Kinderheim, eine Grundschule und eine Berufsschule für Waisenkinder und Straßenkinder aus den Großstädten Kenias. Hagenlocher war dort als Berufsschullehrer für Mathematik und technisches Zeichnen tätig und hat an der Grundschule Unterricht im Umgang mit Computern gegeben. Neben den Heimkindern werden an der Berufsschule auch Kinder aus den umliegenden Dörfern ausgebildet. „Während meiner Zeit dort habe ich außerdem zum Aufbau eines Maschinenparks für die Schreinerei der Berufsschule beigetragen und den Spielplatz des Kinderheims zusammen mit den werdenden Schreinern neu aufgebaut“, erzählt der Experte für Laserstrahlschweißen, „mein momentanes Engagement besteht vor allem in der Vermittlung neuer Absolventen an die Kenia Hilfe und die Unterstützung eines Stipendiaten der Berufsschule. Die Kenia Hilfe Schwäbische Alb ist ein kleiner Verein, der auf die Unterstützung von fähigen jungen Leuten angewiesen ist, gerade in solchen kleineren Organisationen kann man sich ausschlaggebend und nachhaltig einbringen.“

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