10 Jahre Talent-School

Für ein Wochenende eintauchen in die Welt der Forschung.

Draußen scheint die Sonne, drinnen wird gegrübelt. Schleifen, Lineare Regression, Fehlergradienten – sieben Jungs und drei Mädels stecken die Köpfe über Laptops zusammen. Im Rahmen der dreitägigen Fraunhofer-Talent-School vom 16. bis 18. März haben sie sich für den Workshop "100.000 Katzen und ein Computer: Ein spannender Einblick in künstliche Intelligenz und neuronale Netze“ am Institut für Aerodynamik und Gasdynamik der Universität Stuttgart entschieden. 

„Wir feiern in diesem Jahr das 10-jährige Jubiläum der Fraunhofer-Talent-School“, sagt Organisatorin Franziska Ostheimer, die am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart für Personalmarketing zuständig ist. Die Universität Stuttgart ist bei der Talent-School als Bestandteil des Schüler-Forschungscampus immer mit einem Institut vertreten. Insgesamt gibt es vier Workshops. Neben künstliche Intelligenz geht es um Programme zur Steuerung eines Roboters, Methoden der Forensik und Design Thinking.

40 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Talent-School teil. (c) Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart
40 Schülerinnen und Schüler nahmen an der Talent-School teil.

Plätze sind schnell vergeben

Talentierte, an Naturwissenschaften und Technik interessierte Schülerinnen und Schülern ab 15 Jahren erhalten durch die Talent-School einen Einblick in die Welt der Wissenschaft und Forschung. Das „selber Forschen“ steht dabei im Fokus. Mit 108 Bewerbungen war das Interesse an den angebotenen Workshops groß, die ingesamt 40 Plätze schnell vergeben. Statt Noten zählen außerschulische Aktivitäten und Motivationsschreiben bei der Auswahl. Auf intensive Forschungstage – ein Rahmenprogramm darf natürlich nicht fehlen – folgt zum Abschluss eine große Präsentation, zu der auch die Familienmitglieder eingeladen sind.

Großes Angebot für kluge Köpfe

 „Wir zeigen am Beispiel der automatischen Bilderkennung den Jugendlichen, wie Computer lernen, was eigentlich künstliche Intelligenz ist, und wie man ein neuronales Netzwerk programmiert“, erzählt Dr. Andrea Beck, die den Workshop zusammen mit Jonas Zeifang am Institut für  Institut für Aerodynamik und Gasdynamik leitet. Sie arbeitet gerne mit Jugendlichen zusammen, um deren Neugierde für MINT-Fächer zu wecken. Der Algorithmus, den es im Workshop zu entwickeln gilt, soll Katzen von Hunden unterscheiden. Für den finalen Test wurden eigens Bilder der Haustiere mitgebracht. „Die Bilder der Hunde oder Katzen wurden mit zirka 75 Prozent Wahrscheinlichkeit erkannt – das ist gar nicht schlecht“, berichtet Andrea Beck nach Abschluss der Talent-School. Als anstrengend, intensiv und lohnenswert beschreibt sie die Tage: „Am Ende waren wir alle erschöpft – aber auch stolz. Ihren Eltern haben die Jugendlichen gleich begeistert erklärt, was sie gelernt haben und nun Neues wissen.“

Fraunhofer-Talent-School

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