„Sundowner“ wurde zum Highlight

Welcome-Veranstaltung für neu berufene Professorinnen und Professoren auf Stuttgarter Fernsehturm

Auf dem Stuttgarter Fernsehturm veranstalte die Universität für ihre neuen Professorinnen und Professoren ein Welcome-Dinner. Der Blick auf den Sonnenuntergang über der Stadt war inklusive.
[Foto: Horst Rudel]

Bereits im Jahr 2015 hat die Universität Stuttgart im Rahmen des Strategieentwicklungsprozesses eine „Welcome Reihe“ für neu berufene Professorinnen und Professoren ins Leben gerufen. Das Format – bestehend aus einem Welcome Dinner und zwei nachfolgenden Lunchmeetings – ist beispielhaft für eine wertschätzende Willkommenskultur und komplettiert die Angebote für neue Beschäftigte, Auszubildende und Neuberufene. Die „Welcome Reihe“ hat seither erfolgreich dazu beigetragen, dass sich neu Berufene an der Universität Stuttgart rasch und interdisziplinär vernetzen und sich über Werte, Visionen und strategische Ziele der Universität informieren können.

Hoch über der Stadt beim Treffen mit neuen Professorinnen und Professoren: Prof. Jan Knippers, Prof. Wolfram Ressel, Prof. Werner Sobek von der Universität Stuttgart und Dr. Walter Rogg von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. (c) Horst Rudel
Hoch über der Stadt beim Treffen mit neuen Professorinnen und Professoren: Prof. Jan Knippers, Prof. Wolfram Ressel, Prof. Werner Sobek von der Universität Stuttgart und Dr. Walter Rogg von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart.

Diesmal hoch hinauf und am Abend

In der Regel finden nach dem Welcome Dinner die beiden Lunchmeetings im selben Kollegenkreis – ergänzt durch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vorherigen Jahrgänge an verschiedenen Orten auf dem Campus statt. Institute, Einrichtungen oder Personen laden ein und zeigen so die unterschiedlichen Facetten der Universität auf.

Diesmal wurde aber als besonderer Leckerbissen das turnusmäßig abschließende zweite Lunchmeeting in den Abend verlegt - und in hohe Sphären: Der Rektor lud ein zu einem „Sundowner“ auf den Stuttgarter Fernsehturm. Er bat auch noch weitere Kolleginnen und Kollegen dazu, die sich gemäß des Stuttgarter Wegs der disziplinübergreifenden Zusammenarbeit in Forschung und Lehre bei fachübergreifenden Aktivitäten ausgezeichnet haben und durch ihr großes Engagement für die Universität Stuttgart stehen. So versammelten sich schließlich knapp 70 Personen auf dem Fernsehturm zu einem besonderen Abend der Willkommenskultur und des fachübergreifenden Dialogs.

Inspirierende Vorträge

Nach einer Begrüßung durch den Leiter des Rektoratsbüros, Dr. Michael Waldbauer, der zu Beginn den wegen Terminzwängen später dazukommenden Rektor vertrat, konnten sich die Gäste von zwei gleichermaßen interessanten wie brilliant präsentierten Vorträgen inspirieren lassen.

Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS), die den Abend mitveranstaltete, sprach zum Thema „Internationale Bauausstellung IBA 2027 – Stadt Region Stuttgart“. Rogg verwies zunächst auf die wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Prosperität der Region Stuttgart, um zugleich zu unterstreichen, dass diese Situation nicht dazu führen dürfe, sich saturiert zurückzulehnen. Die Region stünde auch vor großen Herausforderungen: vom Umweltschutz über die Mobilität und globale Wettbewerbsfähigkeit bis hin zum sozialen Auseinanderdriften der Bevölkerung. Die von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam getragene Bauausstellung könne hier Motor sein, notwendige Zukunftsinnovationen voranzutreiben.

 (c) Horst Rudel

Prof. Werner Sobek (c) Horst Rudel
Prof. Werner Sobek

Sodann begeisterte Prof. Werner Sobek vom Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) mit einem gleichermaßen intellektuell-gehaltvollen wie rhetorisch-fesselnden Vortrag zum Thema „Bauen der Zukunft – Forschung und Innovation aus Stuttgart“. Sobek machte zunächst subtil die Traditionslinien transparent, die Stuttgart im vergangenen Jahrhundert zu einem international berühmten und gesuchten Ort der Architektur, Bauästhetik und des Ingenieurwissen werden ließen. Mit einem nahezu schwindelerregenden Blick auf die Herausforderungen des künftigen Bauens insbesondere hinsichtlich der Ressourceneffizienz und des Bevölkerungswachstums rückte er die traditionellen Leistungen des Stuttgarter Leichtbaus ins Licht und unterstrich dessen Potenziale für die Bewältigung der gigantischen Zukunftsaufgaben. Wie vor einhundert Jahren bei der ersten Internationalen Bauausstellung 1927 könne, so Sobek, auch die IBA 2027 zu einem Kristallisationspunkt werden und weitreichende Impulse zur Beantwortung der Frage geben: „Wie wollen wir in Zukunft leben und wohnen?“

Sunset bei abendlichen Farb- und Musik-Klängen

Der Abend ging zu Ende mit traumhaften Blicken über Stadt, Region und Ferne bei sommerlichen Getränken und  Speisen. Für die loungig-coole akustische Umrahmung sorgte DJ-Professor Stefan Tenbohlen vom Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik gemeinsam mit seinem Sohn. Um 22:14 ging es dann vom Fernsehturm aus noch viel weiter nach oben: Die internationale Raumstation ISS flog in 400 km Höhe beeindruckend sichtbar vorbei. Der Astronaut und Physiker Reinhold Ewald, Professor am Institut für Raumfahrtsysteme, brachte mit seinen Erzählungen die Abendgesellschaft direkt in die Station. Natürlich wusste er genau, welche Personen in der Station gerade sitzen und wo und wann sie wieder auf die Erde zurückkommen.

Und als die Sonne unterging, waren sich alle einig: Es war ein erfüllter Abend, der dazu beigetragen hat, dass sich Neuberufene willkommen fühlen und miteinander ins Gespräch kommen. Der Dank galt dem Team um Nadine-Aimée Bauer, Leiterin der Personalentwicklung, für eine perfekte Organisation.

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