Smarte Materialien in der Architektur

Senior-Fellowship der Baden-Württemberg Stiftung an Jun.-Prof. Hanaa Dahy

 (c) Gunther Willinger

Dr. Hanaa Dahy vom Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen ist seit 2016 Juniorprofessorin für BioMat „Biobasierte Materialien und Stoffkreisläufe in der Architektur“.  Sie beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit der Entwicklung von smarten Verbundwerkstoffen und Materialien für die Nutzung in der Architektur. Nun ist sie vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft für ein Senior-Fellowship für Innovationen in der Hochschullehre ausgewählt worden. Der Fellowship eröffnet die Möglichkeit, mit einem neuen Lehrkonzept, das ein Material Matter Lab (MML) beinhaltet, die Materialforschung und -bearbeitung mit Design und Architektur zu verknüpfen. Architekturstudierende können so in der Materiallehre und -technologie ihre Kenntnisse vertiefen und damit sogenannte „Smart Materials“ entwickeln.

Bedeutung der Materialforschung im Hinblick auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen
Die Juniorprofessorin erklärt: „Ich möchte den zukünftigen Architekten die Wichtigkeit der Materialforschung im Hinblick auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen vermitteln.“ Bisher fehlte in der Lehre noch die Verknüpfung zwischen Architektur, Design und Materialienentwicklung.  An der Universität Stuttgart und anderen deutschen Hochschulen ist es bisher allgemein üblich, dass die Studierenden mit Entwürfen und einfachen Modellen arbeiten und nicht selbst Materialien entwickeln. Mit Einführung des neuen Konzepts wäre dies möglich. Ein weiteres Ziel ist, dass die Studierenden ihre Modelle aus selbstentwickelten Materialien mit Hilfe von Mikrochips eigenständig programmieren können.

Auszeichnungen für Material­ent­wicklung
Jun.-Prof. Hanaa Dahy  hat mit ihren Material­ent­wicklungen den "Materialica Best of Design + Technology Award CO2 2015" ge­wonnen sowie die von raumPROBE und Design Center Baden-Württem­berg aus­ge­schriebene Aus­zeich­nung für be­sondere Materialien "materialPreis Studie – 2016" erhalten.

Durch das neue Lernkonzept mit dem MML werden unterschiedliche Institute innerhalb der Fakultät, aber auch fakultätsübergreifend, inhaltlich besser vernetzt, so dass auch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit möglich ist. Geplant ist beispielsweise eine Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Fakultät 5 Informatik, Elektrotechnik und Informatiktechnik. Angedacht sind auch Vorträge von externen Spezialisten, die die Materiallehre und Seminararbeit weiter fördern.

Text über die Materialentwicklung „BIOFLEXI“ auf den Seiten der Biooökonomie BW.

Weitere Informationen zu Jun.-Prof. Hanaa Dahy.

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