Integration fördern

Runder Tisch mit Uni-Leitung und chinesischen Studierenden

„Dass chinesische Studierende ab und zu Heimweh verspüren, das gehört sicher ein Stück weit zu einem Studium im Ausland dazu, doch niemand sollte sich an unserer Universität einsam fühlen“, erklärt Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel. Deshalb sei es wichtig, niederschwellige Angebote zum Kennenlernen und Austausch zu schaffen, waren sich alle am Runden Tisch einig.

Zu diesem trafen sich am 8. Februar der Rektor, die Prorektorin für Lehre und Weiterbildung Prof. Kathleen Kantner, Senior Advisor International Affairs Dr. Wolfgang Holtkamp,  die stellvertretende Leitung des Dezernats 3, Studium und Promotion, Alexandra Scheit, der Leiter des Dezernats Internationales, Dr. Heiko Richter, die stellvertretende Leitung und die Abteilungsleitungen des Dezernats Internationales und der Geschäftsführer des Studierendenwerks Stuttgart, Tobias Burchard mit Vertretern der Studierenden (STUVUS) und Vertretern des chinesischen Studierendenvereins VCWSS sowie des Sonderprogramms Wuhan48. Ziel des Treffens war es, Möglichkeiten zu finden, die Integration chinesischer Studierender zu fördern und zu intensivieren.

Infoveranstaltungen
Zu Beginn des Wintersemesters gibt es verschiedene Informations- und Einführungsveranstaltungen an der Universität und in der Stadt. Doch die chinesischen Studierenden berichten, dass viele ihrer Kommilitonen aus China aufgrund von Visaverzögerungen nicht daran teilnehmen können, weil sie noch nicht in Deutschland sind. Andere haben noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und verstehen die Informationen noch nicht, so die Studierenden. Deshalb plant das Dezernat Internationales nun in Absprache mit dem Dezernat 3, STUVUS, dem Studierendenwerk und dem chinesischen Studierendenverein eine zusätzliche Veranstaltung auf Englisch auch nach Vorlesungsbeginn für Studierende aus dem Ausland, die erst verspätet eintreffen.

Wohnsituation
In einigen Wohnheimen sind vermehrt chinesische Studierende untergebracht. Um die Integration zu fördern, wäre es besser, wenn Deutsche, Chinesen und andere Nationalitäten zusammen wohnen würden. Tobias Burchard möchte deshalb für mehr internationale Nachbarschaft in den Wohnheimen sorgen. Auch einen Infoflyer zum Thema Wohnen auf Chinesisch will er herausgeben.

Kultureller Austausch und Integration in die deutsche Gesellschaft
Mit dem Buddy-Programm der Universität und dem Studierendenwerk für die erste Zeit an der Uni, dem Interkulturellen Mentoring und der Organisation von Musik- und Tanzveranstaltungen wie MERAKI vom Dezernat Internationales gibt es schon zahlreiche Angebote. Darüber hinaus werden auch in den TestDaF-Kursen des Dezernat 2 und den Sprachkursen des Sprachenzentrums Themen aus der deutschen Gesellschaft und Kultur vorgestellt. Zudem bietet die Stadt Stuttgart unter anderem mit dem Welcome Center am Charlottenplatz die Möglichkeit zur Begegnung und Informationen zu Kultur und Gesellschaft.

Um den Austausch weiter zu verbessern, planen die chinesischen Studierenden  Projekte, wie interkulturelle Abende. Passend dazu bot der Geschäftsführer des Studierendenwerks am Runden Tisch an, dass Räume der Mensa für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können. Das Dezernat Internationales wird in Zukunft regelmäßig den Kontakt zu allen internationalen Studierendenvereinen suchen, um verstärkt über die verschiedenen Angebote zu informieren.

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