Entwürfe für das Gebäude Keplerstraße 7

Repräsentieren in der Stadtmitte mit Festsaal, Faculty Club und Infopoint

Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel (rechts) betrachtet gemeinsam mit dem Dekan der Fakultät, Prof. Klaus Jan Philipp (Mitte) und dem Institutsleiter Prof. Alexander Schwarz die Entwürfe. (c) Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen
Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel (rechts) betrachtet gemeinsam mit dem Dekan der Fakultät, Prof. Klaus Jan Philipp (Mitte) und dem Institutsleiter Prof. Alexander Schwarz die Entwürfe.
Der Entwurf von Maren Sänger und Sarah Jansen greift viele Elemente des Altbaus auf. (c) Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen
Der Entwurf von Maren Sänger und Sarah Jansen greift viele Elemente des Altbaus auf.

Bachelor- und Master-Studierende der Architektur und Stadtplanung haben im Rahmen einer freien Entwurfsaufgabe für einen Umbau des Gebäudes in der Keplerstraße 7 Entwürfe erstellt. Die Idee dazu trug das Rektorat an Prof. Alexander Schwarz, Leiter des Instituts für öffentliche Bauten und Entwerfen, heran. Das im Jahr 1864 bzw. 1879 fertiggestellte Gebäude wurde im Krieg stark zerstört. Erhalten geblieben ist nur ein Flügel des ursprünglichen Hauptgebäudes. Als Sitz des Rektorats und des Senatssaals, der auch für Veranstaltungen genutzt wird, übernimmt das Gebäude repräsentative Aufgaben der Universität. Zugleich beherbergt es große Teile der Zentralen Verwaltung.

Moderne Infrastruktur und repräsentative Nutzung
Die neuen Entwürfe sollten eine moderne Infrastruktur für die Verwaltung zur Verfügung stellen, die repräsentative Nutzung und die Adresse der Universität in der Stadtmitte stärken. Der Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes sollte weitgehend erhalten bleiben.

Am 7. Februar präsentierten insgesamt zehn Studierendenteams ihre Entwürfe in der Fakultät Architektur und Stadtplanung dem Dekan der Fakultät, Prof. Klaus Jan Philipp, dem Institutsleiter Prof. Alexander Schwarz sowie den Assistenten Benedikt Bosch, Sebastian Fatmann, Dorothee Riedle und Christoph Vüllers. Auch Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel und weitere Mitglieder des Rektorats und der Verwaltung verfolgten die Vorstellungen der Entwürfe interessiert.

Beliebteste Räumlichkeiten der Universität
Der Entwurf von Maren Sänger und Sarah Jansen sieht eine Aufstockung des Gebäudes um ein weiteres stark überhöhtes Obergeschoss vor und einen Anbau in Richtung Parkplatz. Im obersten Stockwerk, das aufgrund seiner Aussicht und Helligkeit zu den beliebtesten Räumlichkeiten der Universität zählen würde, so der Dekan Prof. Klaus Jan Philipp, sollen ein Festsaal und ein Faculty Club untergebracht werden. Materialien und Gliederung des Altbaus wiederholen sich im Neubau bzw. werden aufgegriffen. „Der Neubau bemüht sich, das Alte zu verstehen“, beschreibt dies Institutsleiter Prof. Alexander Schwarz.

Entwurf von Kim Fohmann und Moritz Berg. (c) Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen
Entwurf von Kim Fohmann und Moritz Berg.

Atrium verbindet alt und neu
Der Entwurf von Kim Fohmann und Moritz Berg sieht ein Anbau an der parkabgewandten Seite vor, der mit dem alten Gebäude über ein Atrium verbunden ist.  Der  Anbau stellt den überhohen Altbauräumen sechs Geschosse gegenüber und soll neue, moderne funktionale Räume für die Verwaltung schaffen. Auch bei diesem Entwurf ist eine Aufstockung des Altbaus um ein weiteres Stockwerk vorgesehen. Der Altbau soll allein repräsentativen Zwecken dienen. Mit Räumen für den Rektor und die Kanzlerin, dem Senatssaal und als neue Räumlichkeiten einen Festsaal, eine Bibliothek, ein Faculty Club und andere. Treppenhäuser des Neubaus stellen die erforderlichen Fluchtwege für beide Gebäudeteile sicher und können teilweise von beiden Gebäudeteilen genutzt werden. Der Anbau soll bei diesem Entwurf eine Fassade aus senkrechten schmalen Betonpanelen erhalten. Dies könne auf dem ersten Blick eher monoton wirken, merkt Uni-Rektor Prof. Wolfram Ressel an. Doch das Zusammenspiel mit den Gebäuden KI (Keplerstr. 11) und KII (Keplerstr. 17) mildert diesen Eindruck, hoffen die beiden Studierenden. Prof. Alexander Schwarz fasst den Kernpunkt des Entwurfs zusammen: „Alles was der Altbau nicht kann, kommt in den Neubau. Die Nutzung des Altbaus passt sich den Räumen an. Er wird aktiviert und genutzt, wie er ursprünglich genutzt werden sollte.“

Dachterasse und Cafe  
Der Entwurf von Philip Ledwoch und Erik Wulf geht auch auf den städtebaulichen Aspekt der Gebäude ein. Die Studierenden möchten mit einem leichten und transparenten, klar als Aufbau ablesbaren Bauteil vor allem die Adresse der Universität und des Campus Stadtmitte stärken und eine Vernetzung mit der Stadt suchen. Ihr Entwurf sieht zusätzlich zu einer Aufstockung des Altbaus, die von einer Dachterrasse gekrönt wird, ein zweites Gebäude mit Arbeitsräumen für Studierende auf dem jetzigen Parkplatz vor. Der Altbau soll die Verwaltung und repräsentative Räume beherbergen. Der neue Platz zwischen Alt- und Neubau könnte durch ein Cafe genutzt werden, so dass es hier die Möglichkeit gäbe, im Sommer draußen zu sitzen.

Vorerst nur Visionen
Festsaal, Faculty Club, Atrium und Dachterasse – das lässt träumen. Doch noch sind die Entwürfe reine Visionen und es ist keine kurz- oder mittelfristige Umsetzung der Pläne angedacht. Am Tag der Wissenschaft werden fünf ausgewählte Arbeiten mit Plänen und Modellen gezeigt. Auch eine Ausstellung im Gebäude Keplerstraße 7 ist geplant.  

Entwurf von Philip Ledwoch und Erik Wulf. (c) Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen
Entwurf von Philip Ledwoch und Erik Wulf.
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