Musik verbindet

Akademisches Orchester spielt gemeinsam mit dem PolyU Orchestra aus Hongkong

Mehr als 150 Musikerinnen und Musiker sind beim Partnerschaftskonzert an der Universität Stuttgart zusammen aufgetreten. Das Publikum war begeistert.
[Foto: Samuel Müller]

Zu einem Partnerschaftskonzert hatten das Akademische Orchester der Universität Stuttgart und das PolyU Orchestra aus Hongkong am 4. Juni eingeladen. Das Motto – Musik verbindet – hätten sie nicht besser wählen können. Im Audimax auf dem Campus Stadtmitte spielten die zwei Orchester zum Abschluss eines besonderen Konzertabends gemeinsam den ersten Satz von Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 in D-Dur, als wären sie eins. Dabei hatten die mehr als 150 Musikerinnen und Musiker, für die es auf der Bühne richtig eng wurde, nur einen Probeabend, wie Veronika Stoertzenbach, die Leiterin des Akademischen Chors und Orchesters der Universität Stuttgart, sagte.

Rektor Wolfram Ressel mit Vizepräsident der PolyU Hongkong, Prof. Ben Young (c) Johannes Wittgenstein
Rektor Wolfram Ressel (l.) mit Vizepräsident der PolyU Hongkong, Prof. Ben Young

Fremd sind sich die zwei Orchester nicht. Im September 2018 hatte die Asienreise des Akademischen Orchesters der Universität Stuttgart die beiden Ensembles schon einmal zusammengeführt. „Es war der beste Stopp auf unserer Reise“, betonte der Rektor der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel, und dankte nochmals herzlich für die Gastfreundschaft. Angesichts der gemischten Orchester sprach der Vizepräsident der PolyU Hongkong, Prof. Ben Young, von einer neuen Form des Studierendenaustausches. Und er versprach nicht zu viel, als er den Gästen im voll besetzten Hörsaal einen besonderen Abend in Aussicht stellte.

Beschwingt und kräftig startete der Konzertabend mit Gustav Mahler. Aus der Sinfonie Nr. 1 in D-Dur „Der Titan“ spielte das Akademische Orchester den zweiten Satz. Das PolyU Orchestra unter der Leitung von Kin-fung Leung bot dem Publikum anschließend mit dem „Crouching Tiger Concerto“ von Tan Dun, den seine mit dem Oscar ausgezeichnete Filmmusik zu „Tiger and Dragon“ international bekannt machte, ein besonderes Klangerlebnis aus dem Reich der Mitte. Da nahm ein lauernder Tiger musikalisch Gestalt an, Trommeln und Bambusflöte führten durch einen Bambuswald und es kam zu Begegnungen auf der Seidenstraße. Solist Benny Lam Yip-chun entlockte dabei seinem Cello bezaubernde Töne.

Violinist mit Orchester (c) Johannes Wittgenstein
Virtuoses Violinenspiel

Nicht weniger beeindruckend präsentierten sich die „Butterly Lovers“. Bei dem Violinkonzert von Chen Gang und He Zhanhao ließ Solist Howard Fong Ho-Kee mit seinem virtuosen Violinenspiel zusammen mit dem Orchester luftig leichte Schmetterlinge im Hörsaal tanzen. Wer sich beim „Dance of the Yao Tribe“ von Liu Tie-shan und Mao Yuan an den Song „When you believe me“ von Mariah Carey und Whitney Houston erinnerte, lag nicht falsch. Tatsächlich wurde die zugrunde liegende Melodie des Festtanzes in diesem Popsong adaptiert und international bekannt.

Veronika Stoertzenbach, Leiterin des Akademischen Chors und Orchesters mit Leung Kin-fung, Leiter des PolyU Orchestra. (c) Dirk Coehne
Veronika Stoertzenbach, Leiterin des Akademischen Chors und Orchesters mit Leung Kin-fung, Leiter des PolyU Orchestra.

Für das nach rund zweieinhalb Stunden begeistert applaudierende Publikum gab es eine Zugabe und für die Musikerinnen und Musiker der zwei vereinten Orchester schließlich Standing Ovations.

Vormerken: Sommer im Züblin-Haus
Der Akademischen Chor und Akademisches Orchester der Universität Stuttgart spielen Poulenc und Brahms am 12. und 13. Juli im Züblin-Haus. Weitere Informationen auf der Website.

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