Bessere Orientierung für Studieninteressierte

Online-Studienfachwahl-Assistent (OSA).

Um Studieninteressierten eine bessere Orientierung zu geben und Fehlentscheidungen bei der Studienwahl zu vermeiden, hat die Universität Stuttgart das Projekt Online-Studienfachwahl-Assistent (OSA) ins Leben gerufen.

Das Projekt OSA star­tete im Oktober 2017. Es ist auf eine Lauf­zeit von drei Jahren an­gelegt. Erika Bäcker und Dr. Julia Döring sind für Projekt­manage­ment und Re­daktion verant­wort­lich, für die Medien­pro­duktion ist Dr. Claus-Dieter Schulz zu­ständig. Die Projekt­verant­wor­tung  liegt bei Reiner Laue, Leiter der Zen­tralen Studien­beratung (ZSB) und Dr. David Boehringer, Leiter Neue Medien in For­schung und Lehre, TIK.

Videointerviews, Materialien zu Studieninhalten und Beispielaufgaben

Ziel von OSA ist es, klar und verständlich darzustellen, worum es im jeweiligen Studiengang geht. So können Interessierte die Erkenntnisse mit ihren Stärken und Schwächen abgleichen und überprüfen, ob der Studiengang zu ihnen passt. „OSA soll keine Hochglanzversion einer Studiengangsbeschreibung werden“, betont Reiner Laue, „sondern als eine Art virtuelles Schnupperstudium Unterstützung bei der Studienwahl bieten.“  Neben Kurzinformationen zum Studium wird es einen Mix aus Videointerviews mit Studierenden, Lehrenden und Alumni des Faches, Materialien zu Studieninhalten und Studienvoraussetzungen sowie Beispielaufgaben und interaktive Elemente geben. Somit sollen die besonders geeigneten jungen Menschen motiviert werden, sich an der Universität Stuttgart zu bewerben. Gleichzeitig sollen Fehlannahmen und grundlegende Irrtümer der Studieninteressierten über verschiedene Studiengänge ausgeräumt werden, um einer falschen Studienwahl vorzubeugen.

Diskutiert wird das Element Self-Assessment, damit Studieninteressierte ihre Fähigkeiten und Interessen mit den Anforderungen des jeweiligen Studiengangs abgleichen können.

Wichtiger Baustein des Gesamtkonzepts zur Studienorientierung

OSA ist ein wichtiger Baustein des Gesamtkonzepts zur Studienorientierung und ergänzt das vorhandene Beratungs- und Informationsangebot der Universität. Er  wird in den Webauftritt der Universität integriert „OSA wird einen echten persönlichen Dialog nicht ersetzen, kann aber zum Beispiel vor einem Beratungsgespräch zur besseren eigenen Orientierung dienen“, erläutert Laue.

Einheitliche Darstellung

Bisher sind die Informationen über die Studiengänge für Studierende und Studieninteressierte  auf mehreren universitären Webseiten verstreut. Die relevanten Infos sollen in einer neuen Struktur zusammengeführt werden, somit eine größere Nutzerfreundlichkeit schaffen und den Pflegeaufwand der Seiten reduzieren.

Stärkere Profilschärfung

„Die Inhalte der neuen Online-Plattform führen auch zur Profilschärfung der jeweiligen Studiengänge“, ist Laue überzeugt. Sie können sich besser abgrenzen von anderen ähnlichen Studiengängen und Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten. 

Feedback von Schülerinnen und Schülern
Im Vorfeld befragte das Projektteam Schü­lerinnen und Schüler, z.B. auf der Messe Hori­zon. Die vor kur­zem er­folgte Eva­luierung der Proto­typseite für den Studien­gang Bau­ingenieur­wesen durch eine Klasse eines Gym­nasiums brachte erste sehr positive Rück­meldungen. Alle Feed­backs fließen in die weitere Kon­zeption der Sei­ten ein. So gewinnt das Projekt­team früh­zeitig Er­kennt­nisse, wie OSA bei der Ziel­gruppe an­kommt und kann die Online-Platt­form ent­sprechend an­passen.

Studiengang Bauingenieurwesen als Prototyp

Der Studiengang Bauingenieurwesen dient als Prototyp. In enger Zusammenarbeit mit der Fakultät und den Studiengangsverantwortlichen trug Erika Bäcker die fachspezifischen Informationen zusammen und bereitete sie zielgruppengerecht auf. Jetzt nimmt das Team fünf weitere Studiengänge in den Blick: Fahrzeug- und Motorentechnik, Physik, Informatik, Sozialwissenschaften, Germanistik und Deutsch Lehramt. Danach soll das Konzept auf die weiteren grundständigen Studiengänge übertragen werden. „Die Studiengänge zeigen großes Interesse an OSA“, freut sich das Projektteam.

Beteiligt an dem Prozess sind auch weitere Einrichtungen der Universität, wie die Qualitätsentwicklung und die Hochschulkommunikation. Im April erfolgte die Auftaktveranstaltung mit den Studiengangsverantwortlichen der Pilotstudiengänge. Eine Kick-Off Veranstaltung mit Fakultätsvertreterinnen und -vertretern fand bereits im Februar statt. Anfang 2019 sollen die OSAs der ersten Studiengänge dann im Web zur Verfügung stehen.

Die Webseite für den Studiengang Bauingenieurwesen wird als Prototyp von Schülerinnen und Schülern getestet. (c)
Die Webseite für den Studiengang Bauingenieurwesen wird als Prototyp von Schülerinnen und Schülern getestet.
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