Förderung für gefährdete Forschende

28. Februar 2022

Die Philipp Schwartz-Initiative fördert gefährdete Forscherinnen und Forscher. Akut gefährdete ukrainische Forschende können bis zum 18. März 2022 nominiert werden.

Angesichts der Krisensituation in der Ukraine schafft die Alexander von Humboldt-Stiftung für Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, fundierte Anträge für akut gefährdete ukrainische Wissenschaftler*innen auch noch im Rahmen der aktuellen Auswahlrunde der Philipp Schwartz-Initiative einzureichen. Nominierungen für akut gefährdete ukrainische Forschende können bis zum 18. März 2022 im vereinfachten Verfahren nachgereicht werden. Nominierungen für andere Personengruppen sind davon nicht erfasst, sondern weiterhin bis zum 4. März 2022 vorzulegen.

Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland können im Rahmen der 11. Ausschreibungsrunde der Philipp Schwartz-Initiative bei der Alexander von Humboldt-Stiftung Fördermittel zur Aufnahme gefährdeter Forschender beantragen. Nominiert werden können Forscher*innen aus allen Ländern außerhalb der EU, die nachweisbar erheblicher und akuter Gefährdung ausgesetzt sind. Einrichtungen können auf diese Weise den von ihnen erfolgreich nominierten gefährdeten Forschenden Stipendien für bis zu 24-monatige Forschungsaufenthalte verleihen oder sie durch die Einrichtung eines Arbeitsvertrags für diesen Zeitraum beschäftigten. Eine Verlängerung um bis zu zwölf weitere Monate ist im Rahmen eines Ko-Finanzierungsmodells möglich. Eigenbewerbungen durch Forscher*innen selbst sind nicht möglich.

Die Antragstellung bei der Alexander-von-Humboldt-Stiftung koordiniert das Welcome Campus der Universität Stuttgart. Wenn Sie eine gefährdete ukrainische Person nominieren möchten, nehmen Sie bitte bis spätestens 18.03.2022 mit dem Welcome Campus Kontakt auf, damit ausreichend Zeit bleibt, den Antrag gemeinsam vorzubereiten

Die Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung wird vom Auswärtigen Amt, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Andrew W. Mellon Foundation, der Fritz Thyssen Stiftung, der Gerda Henkel Stiftung, der Klaus Tschira Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, dem Stifterverband sowie der Stiftung Mercator finanziert.

Der Name der Initiative verweist auf den österreichischen Mediziner Philipp Schwartz (1894–1977). Als Professor lehrte er bis 1933 in Frankfurt Pathologie. Aufgrund seines jüdischen Glaubens wurde er entlassen. Schwartz emigrierte in die Schweiz und gründete dort die "Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland", um Forschenden, die in ihrem Heimatland verfolgt wurden, einen Arbeitsplatz im Ausland zu ermöglichen. 1946 konnte das erfolgreiche Programm eingestellt werden. Daran anknüpfend unterstützt die Philipp Schwartz-Initiative seit 2015 Wissenschaftler*innen, die in ihrem Herkunftsland Bedrohung oder Verfolgung ausgesetzt sind, ihre Arbeit an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fortzusetzen.

Programmunterlagen und weitere Informationen zur Philipp Schwartz-Initiative

Kontakt

Dieses Bild zeigt Elena von Klitzing

Elena von Klitzing

 

Koordination Welcome Campus für Geflüchtete, Koordination German University Cairo

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