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Renato Vivanco vom Arbeitsmedizinischen Dienst zum Thema Corona

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Dauer: 03:54
3 Fragen an Renato Vivanco, Facharzt im Arbeitsmedizinischen Dienst der Universität Stuttgart

 

Frage 1: Mit welchen Symptomen darf ich in die Arbeit kommen und mit welchen nicht?

R. Vivanco: "Bezüglich einer Erkältungssymptomatik oder Coronasymptomatik ist folgendes zu beachten: Es gibt drei ausschlaggebende Symptome, die einen Coronaverdachtsfall vermuten lassen. Das erste ist, dass man sich wirklich unwohl fühlt und dabei sogar Fieber entwickelt. Das zweite Symptom ist ein trockener Husten. Das dritte Symptom ist der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn. Zum trockenen Husten ist zu sagen, dass der am Anfang tatsächlich nicht produktiv ist, also ohne Schleim, sondern eher wie ein Reizhusten. Dieser Husten würde sich im Laufe einer Corona-Infektion in einen feuchten Husten verwandeln, aber anfangs ist er trocken. Wenn Sie sich aber nur unwohl fühlen, Halsschmerzen haben, vielleicht Knochenschmerzen, dann ist das eher eine Erkältung. Da ist es natürlich wichtig, wie schlimm diese Symptome sind, wie krank Sie sich fühlen, um zu entscheiden, dass Sie zwar nicht an Corona erkrankt sind, aber so erkältet, dass Sie zuhause bleiben sollten."

Frage 2: Wann arbeite ich im Homeoffice und wann melde ich mich krank?

R. Vivanco: "Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland, besonders im Südwesten, kann man sagen, dass Homeoffice bevorzugt werden sollte. Also wo Homeoffice möglich ist, sollte man das auch machen. Bitte in Absprache mit Ihrem Vorgesetzten. Homeoffice bedeutet aber auch, dass Sie arbeitsfähig sind. Das heißt, wenn Sie sich wohl fühlen und arbeitsfähig sind, dann arbeiten Sie im Homeoffice. Wenn Sie sich aber krank fühlen, dann sind Sie nicht arbeitsfähig. Auch wenn Sie zuhause das Notebook der Universität haben, sollten Sie bitte nicht arbeiten. Das ist ganz wichtig. Denn krank melden bedeutet, Sie erholen sich, damit Sie wieder gesunden können. Im Homeoffice krank zu arbeiten ist keine gute Sache, da Sie so nicht so schnell wieder gesund werden."

Frage 3: Ich hatte eine Risikobegegnung mit jemandem, der positiv auf Corona getestet wurde. Wie verhalte ich mich?

R. Vivanco: "Wenn Sie Kontaktperson ersten Grades sind, gibt es eine eindeutige Antwort. Laut der Coronaverordnung der Universität und des Landes, haben Sie ein 14tägiges Zutrittsverbot für die Universität. Egal, ob Sie in dieser Zeit einen Negativtest erbringen, Begegenung mit einer an Corona erkrankten Person bedeutet, bleiben Sie zuhause im Homeoffice. Zur Universität sollten Sie in dieser Zeit nicht kommen!"

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