Gebäudeinformationen zur Barrierefreiheit online

Wichtige Wege besser planbar.

Auf dem Weg zu einer barrierearmen Universität ist ein Meilenstein geschafft: Die „Steckbriefe“ von 54 Gebäuden finden sich im Internet und beschreiben die Eigenschaften der Gebäude hinsichtlich Barrieren und Barrierefreiheit.

Die Informationen geben mobilitätseingeschränkten, seh- und hörbehinderten Studierenden, Mitarbeitenden und Gästen Hilfestellungen beim Zugang zu den Gebäuden, zu den Hörsälen und den Büros und Laboren der Institute. Es wird aufgezeigt, welche Einrichtungen für Sehbehinderte und Hörbehinderte bestehen, wo es Gefahrenstellen gibt und welche Alternativwege es gibt. So kann sich jeder im Voraus informieren, wie barrierefrei ein Gebäude oder Hörsaal ist. Behinderte Studierende können so ihre Wege und das Studium besser planen. Die 54 beschriebenen Gebäude sind die für Studierende wichtigsten Gebäude, in denen die Hörsäle und Labore sowie Ansprechpersonen fürs Studium sind.

Im Eintrag für das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum (IWZ I), Pfaffenwaldring 9, steht zum Beispiel, dass der Haupteingang nicht barrierefrei ist, als Alternative für Rollstuhlnutzer wird der Zugang über einen Seiteneingang genannt. (c)
Im Eintrag für das Ingenieurwissen­schaftliche Zentrum (IWZ I), Pfaffenwaldring 9, steht zum Beispiel, dass der Haupteingang nicht barrierefrei ist. Als Alternative für Rollstuhlnutzer wird der Zugang über einen Seiteneingang genannt.

Zusammengetragen wurden die Daten im Rahmen des Projekts „Barrierefreie Universität Stuttgart“. Dies führte der Arbeitskreis Barrierefreier Campus in Kooperation mit dem Institut Wohnen und Entwerfen (IWE) durch. Die Leitung hatte Sigrid Eicken, Beauftragte für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen und Mitglied des AK´s sowie Dr. Sigrid Loch vom Institut Wohnen und Entwerfen (IWE). 2016 und 2017 kartierten und beschrieben jeweils ca. 200 Studierende im Rahmen der Übung  zur Gebäudelehre nach einem Kriterienkatalog die 54 Gebäude. Die Studierenden sammelten dabei viele Erfahrungen zum Thema barrierefreies Bauen.

„Wir sind sehr stolz auf dieses nun nach zwei Jahren und sehr viel Arbeit gelungene Ergebnis unseres Projektes!“, freut sich Sigrid Eicken. „Noch sind wir zwar weit weg von einer barrierefreien Universität  - das ist bei 160 Gebäuden, die zumeist Altbestand sind, ein Unterfangen für Jahrzehnte! Doch schon die Information darüber, wo bei einzelnen Gebäuden Barrieren sind oder welche barrierefreien Einrichtungen es bereits gibt, sind ein hilfreicher erster Schritt!“. Rückmeldungen zu den neuen Seiten sind erwünscht. Auch wer noch Gefahrenstellen oder ähnliches melden möchte, kann dies tun. Die Daten wurden mit Unterstützung des Web-Teams der Hochschulkommunikation und des TIK aufbereitet und veröffentlicht.

AK Barrierefreiheit
Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, die Barrieren an der Universität Stuttgart festzustellen und Maßnahmen zu entwickeln, die Barrieren abzubauen. Weitere Informationen.

Weitere Maßnahmen werden umgesetzt

Darüber hinaus erarbeitet der AK Barrierefreier Campus aus den Ergebnissen des Studierendenprojekts und einer Online-Befragung einen Maßnahmenkatalog, der vom Dezernat Technik und Bauten und dem Universitätsbauamt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten umgesetzt werden soll. Oberstes Ziel ist dabei, die Gebäude und Gebäudeteile, die noch nicht rollstuhlzugänglich sind, beispielsweise mit Rampen oder Treppenliften zugänglich zu machen.

Dieses Bild zeigt Eicken
Dipl.-Ing.agr., M.Sc.

Sigrid Eicken

Beauftragte für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen