Am Freitag, 5. Dezember 2025, feiert der Robotik-Wettbewerb ROBORACE des Instituts für Systemtheorie und Regelungstechnik (IST) der Universität Stuttgart ein besonderes Jubiläum: Zum 25. Mal treten Oberstufenschüler*innen und Studierende im Finale gegeneinander an. Ab 16 Uhr im Hörsaal V47.02 auf dem Campus Vaihingen stellen die Teams unter Beweis, wie gut ihre selbst konstruierten und programmierten Lego-Roboter eine anspruchsvolle Hindernisstrecke meistern. Alle Interessierten und Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen, das Finale live zu verfolgen und mit den Teams sowie dem Organisationsteam ins Gespräch zu kommen.
Im ROBORACE entwickeln Teams aus bis zu sechs Oberstufenschüler*innen oder Studierenden einen autonomen Lego-Roboter, der eine bestimmte Aufgabe erfüllen muss. In diesem Jahr soll er selbstständig eine Strecke mit verschiedenen hügeligen Hindernissen, Steigungen, Gefällen und Querneigungen abfahren und gleichzeitig eine Transportkiste in zwei Richtungen ausbalancieren.
Autonome Lego-Roboter im Einsatz
Seit dem Auftakt Mitte Oktober arbeiten die Teams intensiv an Konstruktion und Programmierung ihrer Roboter. In einer ersten Wettbewerbsrunde am 21. November 2025 traten die Schüler*innen- und Studierendengruppen an einer vereinfachten Strecke an, um sich für das Finale zu qualifizieren.
In diesem Jahr nehmen insgesamt 33 Teams teil, davon 26 Schüler*innen-Teams und 7 Studierenden-Teams. Die Oberstufenschüler*innen kommen vorwiegend aus dem Großraum Stuttgart, aber auch Teams von Schulen außerhalb der Region reisen an, um sich mit Studierenden der Universität Stuttgart zu messen. Eine detaillierte Aufgabenstellung finden Sie online.
Begeisterung für MINT, Robotik und technische Kybernetik an Schulen bringen
Seit seiner Einführung vor 25 Jahren hat das ROBORACE insgesamt rund 5300 Teilnehmende begeistert: etwa 2200 Studierende und 3100 Schüler*innen. „Wir haben ROBORACE mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung im Jahr 2010 gestartet, um Schülerinnen und Schüler für moderne Technik zu begeistern und zu zeigen, wie cool Kybernetik ist“, sagt ROBORACE-Initiator Prof. Frank Allgöwer, Direktor des IST.
„Technische Kybernetik ist ein überaus spannendes und aktuelles Gebiet der Ingenieurwissenschaften mit Bezug zu Robotik und künstlicher Intelligenz. Da es nicht Lehrstoff an Schulen ist, vermitteln wir seit 25 Jahren die Idee dieser Disziplin mit dem ROBORACE-Wettbewerb. Wir sind begeistert, dass unser Konzept aufgeht: Wir wissen von vielen ehemaligen Teilnehmenden, die sich für ein MINT-Studium entschieden haben.“ Zudem berichten ihm Lehrkräfte, dass sie die Herangehensweise des ROBORACE als praxisnah, motivierend und didaktisch gelungen empfinden und Teile des Wettbewerbs inzwischen in ihren Unterricht integrieren, insbesondere im Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT).
„Einmal ROBORACE, immer ROBORACE“ – vom Teilnehmer zum Betreuer
Bestes Beispiel für die nachhaltige Wirkung des Wettbewerbs ist Christian Dosch, Bachelor-Student im Studiengang Simulation Technology an der Universität Stuttgart. Er ist in diesem Jahr bereits zum vierten Mal bei ROBORACE dabei – 2017 als Mitglied eines Schüler-Teams, 2023 in einem Studierenden-Team, das den Sieg holte, und aktuell zum zweiten Mal als Betreuer.
„Der Moment, in dem der eigene Roboter zum ersten Mal die komplette Strecke meistert, ist unvergesslich. Man hat vorher unzählige Stunden konstruiert, programmiert und ausprobiert – und dann fährt das System scheinbar wie von allein. Diese Mischung aus Teamarbeit, Kreativität und technisch anspruchsvollen Aufgaben macht für mich die Faszination von ROBORACE aus. Ich kann allen, die gern tüfteln und sich für Technik interessieren, nur empfehlen, einmal mitzumachen“, sagt Christian Dosch.
Fachlicher Kontakt:
Simon Lang, Universität Stuttgart, Institut für Systemtheorie und Regelungstechnik, Tel.: +49 711 685-62051, E-Mail
Medienkontakt
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Stellvertretende Leiterin Hochschulkommunikation