Häufig gestellte Fragen - FAQ

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Ein Forschungsinformationssystem (kurz FIS) ist eine Datenbankanwendung, die nach dem Prinzip „Einmal erfassen, mehrfach nutzen“ funktioniert. Informationen über Forschungsaktivitäten an der Universität Stuttgart liegen zur Zeit in verschiedenen Datenbeständen vor, deren Qualität und Aktualität sehr unterschiedlich ist. Im FIS können in Zukunft Informationen über Publikationen, Projekte, Patente, Preise und wissenschaftliche Aktivitäten zentral gesammelt, vorgehalten und genutzt werden. Mit dem FIS können sowohl Berichtsanfragen verschiedenster Art beantwortet werden, als auch Daten für Lebensläufe exportiert oder automatisiert in persönliche Webseiten übertragen werden. Interne Berichtsanfragen können durch ein datenschutzgerechtes Rechte/Rollen-Konzept ohne Mehraufwand für die einzelne Wissenschaftlerin und den einzelnen Wissenschaftler direkt durch die anfragende Stelle beantwortet werden.

Forschungsinformationen sind Daten, die Forschungsaktivitäten beschreiben. In welchem Jahr ist ein wissenschaftlicher Artikel erschienen? Gab es einen Peer-Review-Prozess? Wie viele Fördermittel habe ich durch die DFG erhalten? In welchen meiner Projekte sind Publikationen entstanden? Das FIS wird Informationen zu Projekten, Publikationen, Preisen, Patenten, Aktivitäten (z.B. Tagungsbesuche oder Gremientätigkeit) abbilden und die Möglichkeit der Verknüpfung bieten.

Forschungsdaten sind oft das direkte Ergebnis von Forschung. Mikroskop-Aufnahmen, Messungen, Beschreibungen von Verfahren, Baupläne, mathematische Gleichungen und vieles mehr. Auch in diesem Bereich steigen die Anforderungen, die anfallenden Daten verfügbar zu machen und in Repositorien abzulegen. Das FIS befasst sich allerdings ausschließlich mit Forschungsinformationen und nicht mit Forschungsdaten.

Durch ein dezidiertes Rechte/Rollen-Konzept wird festgelegt, wer Inhalte anlegen, sehen, verändern und löschen darf. Dabei sind natürlich Nutzungszwecke, Mitbestimmungsfragen und datenschutzrechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Deshalb erfolgt die Entwicklung dieser Rollen und Rechte in enger Abstimmung mit Vertretern von Zendas und des Personalrates.

Der Kerndatensatz Forschung ist eine Spezifikation von Standards für die Erfassung und Vorhaltung von Forschungsinformationen in Deutschland, die auf Initiative des Wissenschaftsrates entwickelt wurde. Ziel war ein Standard für die Berichterstattung von Forschungsaktivitäten. Die erste Version dieser Spezifikation wurde im Januar 2016 veröffentlicht und richtet sich sowohl an Daten vorhaltende, als auch Daten nutzende Einrichtungen. Der Kerndatensatz Forschung ist zurzeit ein freiwilliger Standard, entsprechende Berichtsanfragen sind bisher nicht bekannt.

Jein. Daten die an der Universität vorliegen, z.B. über Projekte und Publikationen, werden automatisiert oder durch regelmäßige Abgleiche von zuständigen Mitarbeitern übertragen. Die Anzeige von eingeworbenen Drittmitteln wird durch einen Prozess im FIS ersetzt. Grundlegende Informationen über Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Organisationsstruktur der Universität Stuttgart werden ebenfalls automatisiert übertragen. Das bedeutet, ein Großteil der relevanten Daten wird erfasst, aber nicht alles. Sind sie in einem Gremium tätig? Haben sie einen Preis gewonnen? Beschreibungen laufender Projekte für die Darstellung im Forschungsportal. Solche Informationen können von den einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von Hand eingetragen werden. Auch die Verknüpfung von Informationen beruht auf freiwilliger Basis.

Das FIS Team bietet zusätzlich für die Startphase einen Service zur Vorbefüllung mit vorliegenden Daten an. Alle Informationen zu Forschungsprojekten, Publikationen, Schutzrechten, Preisen, Aktivitäten (z.B. Konferenzbesuche) und externen Kooperationspartnern können an das Team geschickt werden (. Diese Daten werden für die Vorbereitung des Echtbetriebes in das System eingepflegt.

Das Forschungsportal ist der öffentliche Bereich des Forschungsinformationssystems. Dort haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit, ihre Forschung einer breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Das Forschungsportal bietet zum Beispiel die Suche nach Schlagworten, interessanten Forschungsprojekten, Patenten oder Publikationen und dabei die Möglichkeit, direkt eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner zu finden. Die Teilnahme am Forschungsportal ist freiwillig und die Darstellung von Inhalten im FIS nach außen lässt sich durch einzelne Nutzerinnen und Nutzer selbst festlegen.

Das Forschungsinformationssystem (FIS) der Universität Stuttgart bildet Metadaten ab, die im Verlauf von Forschungsprozessen anfallen (Forschungsinformationen). Zur Orientierung der aufzunehmenden Informationen dienen die Empfehlungen des Kerndatensatz Forschung, die der Wissenschaftsrat im Januar 2016 veröffentlicht hat. Genauso wichtig ist die angemessene Abbildung fachspezifischer Forschungsinformationen. Zu den im System abgebildeten Daten gehören u.a. Informationen über:

  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 
  • Projekte
  • Publikationen
  • Patente und andere Schutzrechte
  • Aktivitäten (wie z.B. die Mitgliedschaft in Gremien)
  • Preise
  • Großgeräte
  • Forschungsschwerpunkte

Soweit die Informationen vorliegen, werden diese im FIS entweder durch automatisierte Schnittstellen oder andere Import-Prozesse für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verfügung gestellt. Im FIS vorliegende Informationen können durch eine Verknüpfung zum persönlichen Profil hinzugefügt und bei Bedarf durch ein OpenCMS-Plugin auf der persönlichen Webseite dargestellt werden.